“one to BIND them all” - Der eigene DNS (Wiederstand gegen die Zensur)

Am 18.06.2009 wurde der Grundstein für Zensur unter dem Deckmäntelchen “Bekämpfung Kinderpornographie” gelegt.

Vor einigen Tagen wurde das Gesetz dann von unserer inkompetenten Regierung einfach durchgewunken.

Wer sich das nicht bieten lassen will und weiterhin keinen zensierten Inhalt jeglicher Art vorgesetzt bekommen will, der nutzt ganz legal seinen eigenen Domain-Name-Server.

Das ist eine Sache von ein paar Minuten und kann auch von nicht so versierten PC-Nutzern einfach durchgeführt werden.

Nachfolgend eine kurze 7-Punkte-Anleitung. Danach hat man VORERST seine Ruhe, denn wer weiß, was sich Berlin in naher Zukunft ausdenkt, wenn sie merken, dass nicht jeder Pädokriminell ist, nur weil er sich nicht überwachen lassen will und weiß, wie er sich dem Ganzen entziehen kann.

  1. Das aktuelle Bind-Paket herunterladen (z.B. von https://www.isc.org/downloadables/11)
  2. Das ZIP-File in ein temporäres Verzeichnis entpacken und BINDinstall.exe starten.
  3. Alle Einstellungen so lassen und Install klicken. Nach der Installation Exit klicken.
  4. “Bind” in den Eigenschaften ”Anmelden als lokales Systemkonto” auswählen.
  5. In der Systemsteuerung zu den Diensten gehen und beim Dienst ”ISC” die Konfigurationsdatei (\windows\system32\dns\etc\named.conf)  editieren.
    Als Beispiel:options {
    directory ”C:\WINDOWS\system32\dns\etc”;
    pid-file ”named.pid”;
    forwarders { 78.47.115.196; 85.214.73.63; 213.73.91.35;
    87.118.100.175; 208.67.222.222;};
    };

    zone ”.” {
    type hint;
    file ”named.root”;
    };

    key ”rndc-key” {
    algorithm hmac-md5;
    secret ”KazajIPhZBw4/ecvAe6bgw==”;
    };

    controls {
    inet 127.0.0.1 port 953
    allow { 127.0.0.1; } keys { ”rndc-key”; };
    };

    Als forwarders einige vertrauenswürdige DNS-Server eintragen, z.b. vom CCC, Foebud oder unzensierte aus dem Ausland. In meinem Beispiel oben sind es die DNS-Server ns4.cesidio.net, anonymisierungsdienst.foebud.org, dnscache.berlin.ccc.de, ns.anon.privacyfoundation.de und resolver1.opendns.com. Die Abfragen werden roundrobin-mäßig auf alle angegeben DNS-Server verteilt.

  6. In den Einstellungen der Netzwerkverbindungen die Adresse
    127.0.0.1 als DNS-Server eintragen.
  7. Rechner neu starten. Fertig.

Fertig. Herzlichen Glückwunsch.

(Quelle der Kurzanleitung: “http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Kurzanleitung-fuer-Bind-DNS-Server-fuer-Windows/forum-162145/msg-17035853/read/”)

2 Reaktionen zu ““one to BIND them all” - Der eigene DNS (Wiederstand gegen die Zensur)”

  1. News "one to BIND them all" – Der eigene DNS (Wiederstand gegen die Zensur) | Web 2.0 Designer

    […] Read the original post: "one to BIND them all" – Der eigene DNS (Wiederstand gegen die Zensur) […]

  2. Mea Culpa

    Alternativ zum selber konfigurieren, könnte man auch einfach mein Programm BINDcnf einsetzen, dass sich alle weiteren Informationen (inkl. der named.root) selbst besorgt oder generiert.


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