EDV = _E_nde _D_er _V_ernunft ?

Ich habe hier in meinem Büro einen kleinen Server stehen.
Letzten Samstag schaltete ich nachts die Kiste ein um noch ein wenig zu arbeiten.
Nach dem der Rechner gebootet war, wollte ich wie gewöhnlich via Browser auf meine “Sandbox” zugreifen, doch Firefox meldete mir, dass er die Seiten nicht finden kann.

“Häää? Was is jetzt los?”

Zuerst dachte ich, dass der Apache-Demon nicht gestartet sei, doch als ich auch den Server in der Netzwerkumgebung nicht fand wurde ich stutzig. Ein Ping ergab nichts. Weder unter dem Servernamen, noch unter seiner IP-Nummer.

Weder hatte ich neue Software installiert, noch neue Hardware verbaut. Weder konnte ich auf das Linux-System, noch auf das Windows-System zugreifen via Netzwerk.

Also fing ich am Anfang an, checkte zuerst die Router-Einstellungen (Sch***-Trojaner-Stories - man wird paranoid), danach krabbelte ich unter den Tisch um die Netzwerkkabel zu überprüfen. Ergebnis: Alles ok.

Als ich dann wieder unter dem Tisch hervorkroch, ging plötzlich der Computer aus.

“Was ist jetzt los? Bist vielleicht an den Ausschalter gekommen? Nee, kann nicht sein.”

Dann kam mir ein leckeres Düftchen von verschmortem Plastik entgegen.
Es war das Netzteil, das mir abgeraucht ist.
So ein Mist. natürlich alle Läden zu und ich hätte dringend ein paar Daten gebraucht. Natürlich auch kein passendes Netzteil mehr übrig und immer noch der Gedanke, warum das Netzwerk urplötzlich nicht mehr lief.

Heute habe ich dann ein neues Netzteil organisiert und eingebaut. Rechner hochgefahren und nun das Beste: Ohne irgendwelche Veränderungen, weder heute, noch am Samstag abend, bevor das Netzteil in die ewigen Jagdgründe ging, läuft das Netzwerk wieder.

So was habe ich noch nicht erlebt. Ein schleichender Kollaps des Netzteils legt eine Netzwerkverbindung lahm? Wie unlogisch ist denn das?

EDV = Ende der Vernunft.

2 Reaktionen zu “EDV = _E_nde _D_er _V_ernunft ?”

  1. Aabatyron

    Das mit diesen Rechnermaschinchen ist manchmal ganz schön lustig. Bei irgend welchen Fehlern, die man trotz aller Mühe und Aufwand nicht finden kann - und die zudem ganz schön nerven - gibt es eine gute Methode sie trotz allem zu beseitigen (funktioniert meistens): Das gesamte System vorsichtig zerlegen - am besten vorher fotografieren - alle Kontakte sorgfältig reinigen, ein wenig Kontaktspray sparsam auf die Kontaktleisten aufbringen, das ganze wieder zusammenbauen, und einschalten. Wie ein Wunder spurt der Rechner wieder wie frisch aus dem Laden.
    Übrigens: Kontaktprobleme können durchaus auch einmal ein Schaltnetzteil langsam aber sicher “killen”.

  2. Webmaster

    Ich glaube eher, dass das Herstellerseitig so produziert wird, sprich, dass das ganze Zeug so schnell wie möglich nach Ablauf der Garantiezeit verreckt.
    Die Netzteile meiner alten 386er und 486er liefen mehrere Jahre ohne Probleme, sogar der meines alten Fido-Mailbox-Rechners der auch im 24/7-Betrieb lief.
    Aber die neuen Netzteile … trotz regelmäßiger Wartung (halbjährliches Abstauben und Saugen des gesamten Innenlebens) sind mir schon drei Netzteile seit Anbeginn der Pentium-Ära krepiert.
    Das zweite hatte so ne starke Überspannung produziert, dass die Festplatte sich gleich mit verabschiedet hatte.
    Danach befasste ich mich sehr ausgiebig mit dem Thema “Backups” ;-)))


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